Das Orakel von Delphi

Das Orakel von Delphi war die Verbindungsperson zu den Göttern auf dem Olymp. Die Griechen lebten zwar in verschiedenen Stadtstaaten, aber es einte sie der Glaube an ihre Götter, ihre Sprache und die Olympischen Spiele. Das Orakel von Delphi lebte im Tempel des Gottes Apollon und zwar in der Gestalt eines Mädchens, das von Priestern streng bewacht wurde. Man nannte sie Phytia.

Die Stadt Delphi liegt in 2.455 Meter Höhe am hohen Parnass. Delphi war in der Zeit der Antike einer der wichtigsten Orte. Die Menschen kamen nach Delphi und stellten dem Orakel ihre Fragen bezüglich der Zukunft. Auch Könige und Heerführer wandten sich an das Orakel, um den Rat der Götter einzuholen. Strategien und Entscheidungen im Fall eines Krieges richteten sich nicht selten nach den Antworten der Phytia.

Das Orakel von Delphi

Die griechische Antike erleben statt nur lesen?

Was ist das Orakel von Delphi?

Das Orakel von Delphi ist der griechischen Mythologie zuzuordnen. Das Orakel war keine Priesterin, sondern ein Mädchen das Phytia genannt und von den Priestern streng bewacht wurde. Kein Mensch durfte zu ihr. In der Antike galt Delphi als Mittelpunkt der Erde.

Wo liegt das Orakel von Delphi?

Die Überreste des Tempels des Apollons liegen heute in Delphi in Griechenland. Dort findet man Ausgrabungsstätten. Aus der antiken Zeit sind viele  Tempel gut erhalten. Das Orakel von Delphi gehört auch zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Wie funktioniert das Orakel von Delphi?

Die Funktionsweise des Orakels war kein automatischer Prozess, sondern ein Ritual, das durch die Priester durchgeführt wurde. Die Menschen mussten Geld oder Opfergaben, wie Tiere oder Lebensmittel, den Priestern geben. Sie erzählten den Priestern ihre Fragen, die sie dann vor die Phytia brachten. Die Menschen durften bei dem Ritual nicht anwesend sein, sondern nur die Priester.

Die Voraussage des Orakels von Delphi wurden in vier Schritten erreicht:

  • Zur Stadt Delphi wandern und das Orakel im Tempel des Apollon besuchen.
  • Den Priestern Geld oder Opfergaben geben und sein Anliegen schildern. Also, warum sollte die Phytia mit den Göttern in Verbindung treten? Welche Antworten wollte man von den Göttern?
  • Die Priester gingen dann zur Phytia und diese versetzte sich in Trance. Man vermutet, dass in dem Raum, in dem sie sich befand, ein Gas aus dem Boden entwich und sie dadurch in einen Rauschzustand verfiel, um mit den Göttern zu sprechen. Die Priester schrieben alle Sätze auf.
  • Zum Schluss gingen die Priester dann zu dem Menschen hin, gaben ihm eine Antwort auf seine Fragen.

Das ganze war ein cleveres Geschäftsmodell, denn wenn die Aussage nicht eintraf, dann konnte die Priester immer noch sagen, dass die Aussage anders gemeint war.

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Orakel von Delphi Unterrichtsmaterial

Mehr Unterrichtsmaterial über das Orakel findet man in unserem Arbeitsheft ‘Lebenswelt Polis Athen’ oder auch im Playbook, wo Opa Katoss sich sehr amüsant über das Orakel äußert.

Über die Autorin

Mein Name ist Astrid Kronsbein, 44 Jahre, leidenschaftliche Pädagogin, Didaktikerin, Tänzerin, Visiönärin der History Voices Playbooks sowie Unternehmerin.“

Autorin: Astrid Kronsbein, CEO von History Voices®
Artikel veröffentlicht am: 08.08.2022

Bild zeigt Astrid Kronsbein