Der Dreißigjährige Krieg РUnterrichtsmaterial

In diesem Unterrichtsmaterial erwarten euch die Irrungen und Wirrungen des 30jährigen Kriegs. Die Herausforderung wird sein, den Verlauf des Krieges zu verstehen, denn ab einem gewissen Punkt, drehte sich die Motivation der Kriegsgegner um. Am Anfang wollten man den eigenen Glauben durchsezten, aber dann wurde die Glaubensfrage zu einem Kampf um die Macht in Europa.

In diesem Arbeitsheft begeben wir uns auf eine Reise durch die f√ľnf Phasen des Drei√üigj√§hrigen Krieg. Das Ziel ist es, diese Phasen zu verstehen und historisch richtig einzuordnen.

Das interaktive Arbeitsbuch ‚Drei√üigj√§hriger Krieg‘ wurde gemeinsam mit Geschichtslehrkr√§ften entwickelt. Ihre Sch√ľler*innen k√∂nnen die Texte und Aufgaben direkt am PC, Notebook oder Tablet l√∂sen, weil die Arbeitsbl√§tter als PDF zur Verf√ľgung gestellt werden. Sie k√∂nnen die Seiten aber auch wie gewohnt, ausdrucken und kopieren.

Weiter unten finden Sie das Bundle Reformation und Dreißigjähriger Krieg >>>

Layout vom Arbeitsheft dreissigjaehriger krieg.

Aufbau des PDF-Arbeitsheftes Dreißigjähriger Krieg

Inhaltlicher Aufbau vom Arbeitsmaterial

Die Arbeitshefte von History Voices sind so aufgebaut, dass die SuS sich mit den historischen Ereignissen inhaltlich auseinandersetzen können. Wir sind der Überzeugung, dass eine spätere Einordnung und Reflexion nur mit entsprechenden Vorkenntnissen einhergehen kann.

Die Themen im Heft:

  • Fakten, die du zuvor wissen musst
  • Phase 1 der Ausl√∂ser des 30j√§hrigen Kriegs und der B√∂hmisch-Pf√§lzische Krieg
  • Phase 2 der D√§nisch-Nieders√§chsiche Krieg 1625-1629
  • Der Spanisch-Niederl√§ndische Krieg 1568-1648
  • Phase 3 der Schwedische Krieg 1630-1632
  • Phase 4 der Schwedisch-Franz√∂sische Krieg 1635-1645
  • Phase 5 der Westf√§lische Friede 1648

Strukturelle Informationen:

  • Die einzelnen Themenabschnitte innerhalb des Arbeitsheftes beginnen mit einem passenden Deckblatt.
  • Am jeden Themenabschnitts gibt es verschiedene Aufgaben, die mit Punkten belohnt werden. Die Punkte k√∂nnen bei den L√∂sungen eingesehen werden.
  • Die Punktzwischenst√§nde werden vom PDF automatisch mitgez√§hlt (oder manuell eingetragen)
  • Vorlesefunktion ‚Äď alle Lerntexte k√∂nnen √ľber einen QR-Code vorgelesen werden.
  • Wenn das Arbeitsheft durchgearbeitet ist, k√∂nnen Sch√ľler:innen eine Urkunde erhalten.

Erhalten Sie einen ersten Eindruck durch Vorschaubilder ‚Ėļ‚Ėļ‚Ėļ

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Unterrichtsmaterial? Wir freuen uns √ľber Ihre Kontaktaufnahme.

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Kaufinformationen

Seitenzahl: 69

Klassenstufe: 7 – 8, Sekundarstufe I

Aufbau des Arbeitsheftes:

  • Fakten, die du zuvor wissen musst
  • Phase 1 der Ausl√∂ser des 30j√§hrigen Kriegs und der B√∂hmisch-Pf√§lzische Krieg
  • Phase 2 der D√§nisch-Nieders√§chsiche Krieg 1625-1629
  • Der Spanisch-Niederl√§ndische Krieg 1568-1648
  • Phase 3 der Schwedische Krieg 1630-1632
  • Phase 4 der Schwedisch-Franz√∂sische Krieg 1635-1645
  • Phase 5 der Westf√§lische Friede 1648
  • Die einzelnen Themenabschnitte innerhalb des Arbeitheftes, beginnen mit einem passenden Deckblatt.
  • Am Ende jeden Kapitels gibt es verschiedene Aufgaben, die mit Punkten belohnt werden. Die Punkte k√∂nnen bei den L√∂sungen eingesehen werden.
  • Die Punktezwischenst√§nde werden vom PDF automatisch mitgez√§hlt.
  • Vorlesefunktion ‚Äď alle Lerntexte k√∂nnen √ľber einen QR-Code-App vorgelesen werden.
  • Wenn das Arbeitsheft durchgearbeitet ist, k√∂nnen Sch√ľler:innen eine Urkunde erhalten.

Schulformen: Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Oberschule

Produktart: Arbeitsb√ľcher mit Lehrtexten und integrierten Aufgabenstellungen

Lieferung: Per PDF-Download

Berechtigung & Copyright:

  • Das Arbeitsheft gilt f√ľr einen Lehrer*in
  • Das Arbeitsheft darf nicht √∂ffentlich verteilt werden sondern darf nur im Rahmen des eigenen Unterrichts verwendet und weitergegeben werden.
  • Kauf einmalig

Technik: Vorlesefunktion РDie Lehrtexte können durch QR-Codes vorgelesen werden.

Datenschutz: Es werden zu keiner Zeit persönliche Daten erhoben.

FAQ zum Kauf des Arbeitsheftes

An wie viele Sch√ľler darf ich die Arbeitsb√ľcher verteilen?

Die Arbeitsb√ľcher d√ľrfen als Kopie- und Druckvorlage f√ľr Ihre Klasse genutzt werden. Sie k√∂nnen das Arbeitsbuch auch als PDF an ihre Sch√ľler weitergeben.

Wie viele Lehrer d√ľrfen die Arbeitsb√ľcher benutzen?

Der Kauf stattet eine Lehrperson mit dem Nutzungsrecht aus. Die Arbeitsb√ľcher d√ľrfen nicht an Dritte (Kollegium) weitergegeben oder weiterverkauft werden.

Funktonieren die Arbeitsb√ľcher auch ohne QR-Code-Nutzung?

Ja, der QR-Code dient als Vorlesefunktion. Man muss ihn nicht verwenden.

Ist der Kauf an ein Lizenzmodell gebunden?

Nein, der Kauf ist einmalig.

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Kaufinformationen Bundle Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Arbeitsbuch-Bundle Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Mit den interaktiven Arbeitsb√ľcher zur Reformation und dem Drei√üigj√§hrigen Krieg k√∂nnen Ihre Sch√ľler*innen die Texte und Aufgaben auch am PC l√∂sen, weil das Arbeitsbuch als PDF-Formular entwickelt wurde. Sie k√∂nnen die Seiten aber auch ausdrucken und kopieren.

Aufbau des Arbeitsbuches:

In einzelnen Kapiteln werden die Reformation und der Drei√üigj√§hrige Krieg chronologisch erkl√§rt. Die Arbeitsb√ľcher haben das Ziel auf inhaltlicher Ebene die Sch√ľler:innen optimal vorzubereiten, damit einer anschlie√üenden Reflexion nichts mehr im Weg steht. Die Texte k√∂nnen durch das Scannen von QR-Codes vorgelesen werden und machen so ein integratives Arbeiten m√∂glich.

Am Ende eines Kapitels m√ľssen Sch√ľler:innen Aufgaben l√∂sen und erhalten daf√ľr Punkte. Die Punkte erhalten die Sch√ľler*innen bei den L√∂sungen. Wenn die Kinder das Arbeitsbuch am PC ausf√ľllen und ihre Punkte eintragen, dann rechnet das PDF am Ende die Gesamtpunktzahl aus, die man dann der Urkunde entnehmen kann.

Es gibt eine Urkunde zum Ausdrucken. Je nachdem wie viele Punkten ein Sch√ľler oder eine Sch√ľlerin erreicht, kann er oder sie den Status eines Influencer oder einer Influencerin, eines Bloggers oder einer Bloggerin oder vielleicht sogar eines Experten oder einer Expertin erlangen.

Produktart:

  • Arbeitsb√ľcher mit Lehrtexten und integrierten Aufgabenstellungen.

Themen-Aufbau Reformation:

  • Weltanschauung des Mittelalters
  • Die St√§ndegesellschaft
  • Die Machtanspr√ľche im Mittelalter
  • Die Zeit des Sp√§tmittelalters
  • Michelangelo, Leonardo da Vinci, Gutenberg
  • Martin Luther, Abla√ühandel, 95 Thesen
  • Proze√üe gegen Luther, Wartburg
  • Schmalkaldischer Bund, Augsburger Religionsfrieden

Themen-Aufbau Dreißigjähriger Krieg

  • Fakten, die du zuvor wissen musst
  • Phase 1 der Ausl√∂ser des 30j√§hrigen Kriegs und der B√∂hmisch-Pf√§lzische Krieg
  • Phase 2 der D√§nisch-Nieders√§chsiche Krieg 1625-1629
  • Der Spanisch-Niederl√§ndische Krieg 1568-1648
  • Phase 3 der Schwedische Krieg 1630-1632
  • Phase 4 der Schwedisch-Franz√∂sische Krieg 1635-1645
  • Phase 5 der Westf√§lische Friede 1648

Berechtigung:

  • Zum kopieren und verteilen an Ihre Sch√ľler*innen (auch als PDF).
  • Lizenz gilt f√ľr einen Lehrer*in
  • Kauf einmalig

Seitenanzahl:

  • Reformation (70 Seiten), Drei√üigj√§hriger Krieg (69 Seiten)

Klassenstufe:

  • 7-8, Sekundarstufe I

Schulform:

  • Gymnasium, Realschule, Oberschule

Lieferung:

  • Per PDF-Download

Technik:

  • Smartphones mit QR-Code-App (Das Arbeitsbuch kann auch ohne QR-Codes genutzt werden). PC, Laptop, Tablet (oder manuelles Verteilen durch Drucken und Kopieren)

Datenschutz:

  • Es werden zu keiner Zeit pers√∂nliche Daten erhoben.

 

 

 

 

 

 

FAQ zum Kauf des Arbeitsheftes

An wie viele Sch√ľler darf ich die Arbeitsb√ľcher verteilen?

Die Arbeitsb√ľcher d√ľrfen als Kopie- und Druckvorlage f√ľr Ihre Klasse genutzt werden. Sie k√∂nnen das Arbeitsbuch auch als PDF an ihre Sch√ľler weitergeben.

Wie viele Lehrer d√ľrfen die Arbeitsb√ľcher benutzen?

Der Kauf stattet eine Lehrperson mit dem Nutzungsrecht aus. Die Arbeitsb√ľcher d√ľrfen nicht an Dritte (Kollegium) weitergegeben oder weiterverkauft werden.

Funktonieren die Arbeitsb√ľcher auch ohne QR-Code-Nutzung?

Ja, der QR-Code dient als Vorlesefunktion. Man muss ihn nicht verwenden.

Ist der Kauf an ein Lizenzmodell gebunden?

Nein, der Kauf ist einmalig.

Worum ging es im Dreißigjährigen Krieg?

Worum es im Dreißigjährigen Krieg ging, ist kurz gesagt: Am Anfang ging es darum, eine Glaubensvorstellung (evangelisch oder katholisch) im Heiligen Römischen Reich durchzusetzen. Später Рab 1935 Рging es darum, die Vormachtstellung in Europa zu sichern.

Kaiser Ferdinand II. und die Katholische Liga hatten ihre Vormachtstellung 1629 gefestigt, indem sie K√∂nig Christian IV. von D√§nemark besiegt hatten.¬† Kaiser Ferdinand II. erlie√ü er 1629 das Restitutionsedikt. Darin wurden Regelungen des Augsburger Religionsfrieden (1555) au√üer Kraft gesetzt, was ein Vorteil f√ľr die katholische Kirche war. Viele protestantische Besitzt√ľmer der Kirche sollten in den Zustand vor der Reformation zur√ľckgef√ľhrt werden. Das hei√üt, sie sollten an die katholische Kirche zur√ľckfallen.

Diese Regelung wurde von den protestantischen F√ľrsten als kaiserlichen Angriff auf die Reichsordnung gesehen. Interessanterweise wurden einige katholische F√ľrsten auch unruhig, weil Ferdinand II. durch die Siege in B√∂hmen, Pfalz, Niedersachsen immer mehr an Macht und Einfluss gewann.¬†

Die Macht der Habsburger (Familie des Kaisers Ferdinand II.) war nach dem Sieg √ľber K√∂nig Christian IV. von D√§nemark sehr gro√ü geworden. So gro√ü, dass die anderen europ√§ischen K√∂nigsh√§user misstrauisch auf den katholischen Kaiser Ferdinand II. blickten. Gustav Adolf II. von Schweden war √ľberzeugt, dass er es besser machen konnte als K√∂nig Christian IV. und so landete er 1630 auf der Insel Usedom und begann von dort einen siegreichen Feldzug durch das Heilige R√∂mische Reich bis nach M√ľnchen. Gustav Adolf II. war so erfolgreich, dass sich die Machtverh√§ltnisse umkehrten. Kaiser Ferdinand II. musste gewaltig an Macht und Einfluss einb√ľ√üen. Dass Gustav Adolf II. protestantisch war, ist an dieser Stelle Nebensache. Von nun an ging es darum, die Macht des Kaisers zu schw√§chen.

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Wo fand der Dreißigjährige Krieg statt?

Wo fand der Dreißigjährige Krieg statt? Das ist eine gute Frage. Der Krieg fand auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reich deutscher Nation statt.

Ihr m√ľsst euch merken, dass es ein K√∂nigreich Deutschland nie gab. Sondern das Heilige R√∂mische Reich deutscher Nation mit unz√§hligen K√∂nigreichen, Herzog- und F√ľrstent√ľmern. Als ‚Flickenteppich‘ oder ‚loser Staatenbund‘ wurden deshalb die Gebiete des heutigen Deutschlands oft bezeichnet. Die F√ľrsten w√§hlten zu dieser Zeit ihr gemeinsames Oberhaupt – den K√∂nig bzw. den Kaiser.

Warum wird eigentlich immer vom Heiligen Römischen Reich gesprochen und manchmal mit dem Zusatz deutscher Nation ergänzt?

Das R√∂mische Reich gab es schlie√ülich seit dem 6. Jahrhundert nicht mehr. Nach dem Untergang des R√∂mischen Reichs hatten die R√∂mer √ľber 1000 Jahre lang die antike Welt gepr√§gt. Kaiser Karl der Gro√üe nahm die Idee der Herrschaft √ľber ein so gro√ües Reich, wie es die R√∂mer beherrscht hatten, wieder auf. Karl der Gro√üe herrschte von 768-814 √ľber ein sehr gro√ües zusammenh√§ngendes Gebiet in Europa. Zuk√ľnftig sahen sich alle weiterf√ľhrenden Kaiser in der Tradition der r√∂mischen Kaiser. Im 12. Jahrhundert – zur Zeit Kaiser Barbarossas – wurde urkundlich vom ‚Heiligen R√∂mischen Reich‘ gesprochen. Ab dem 15. Jahrhundert kam der Zusatz ‚deutscher Nation‘ erstmals hinzu.

die karte vom heiligen roemischen reich deutscher nation 1618.

Der Prager Fenstersturz

Nach dem Augsburger Religionsfrieden 1555 galt folgende Regelung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation:

  • Der Landesf√ľrst bestimmt die Religion in seinem Gebiet und somit auch die Religion seines Volkes.
  • Religions- bzw. Glaubensfreiheit f√ľr den Einzelnen gab es nicht.
  • Wer nicht den Glauben seines Landesf√ľrsten annehmen wollte, musste das Land verlassen.

Der Augsburger Religionsfrieden war ein Versuch, die beiden christlichen Kirchen (Protestanten und Katholiken) nebeneinander existieren zu lassen. Durch die freie Wahl des Landesf√ľrsten, sich f√ľr eine Religion zu entscheiden, erhoffte man sich klare Abgrenzungen und damit Frieden.

In den Reichsstädten lebten Protestanten und Katholiken zusammen. Aber die Menschen taten sich schwer mit dem religiösen Frieden. Vorurteile, Beschimpfungen und Benachteiligung aufgrund der Religion waren an der Tagesordnung.

Zum Prager Fenstersturz (auf der Burg Hradschin) kam es, als protestantische Abgesandte die katholischen Abgesandten des katholischen Königs Ferdinand II. in Prag aus dem Fenster warfen.

Der Grund war der Bau einer evangelischen (protestanischen) Kirche auf königlichen Boden. Die katholischen Abgesandten des Königs stellten sich gegen den Bau der Kirche. Es kam zu öffentlichen Protesten seitens der Protestanten. Die katholischen Abgesandten Martinitz und Slavata landeten allerdings im Misthaufen und blieben am Leben.

Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen Noch-K√∂nig Ferdinand II. und den Protestanten. Milit√§rische Unterst√ľzung erhielten die Protestanten von Kurf√ľrst Friedrich V. von der Pfalz und dem Herzog von Savoyen. Der 30j√§hrige Krieg begann.

Aquarell-Zeichnung vom Marktplatz in Prag.

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Der Böhmisch-Pfälzische-Krieg 1618-1623

Der B√∂hmisch-Pf√§lzische Krieg nahm nach dem Prager Fenstersturz seinen Anfang. Der katholische K√∂nig von B√∂hmen, Ferdinand II., verlor B√∂hmen an die Protestanten. Das konnten die katholische Liga nicht so hinnehmen und K√∂nig Maximilian von Bayern schlo√ü einen Vertrag mit Ferdinand II. (1619), B√∂hmen und auch die Pfalz zur√ľck zu erobern. Es wurde also eine Gegenreformation angestrebt. Das hei√üt, die R√ľckeroberung von protestantischen Gebieten f√ľr die Katholiken.

Der Dänisch-Niedersächsiche Krieg 1625-1629

Mit der Flucht von Friedrich V. aus B√∂hmen (1620) und die R√ľckeroberung destabilisierte sich die Protestantische Union. Nicht nur die milit√§rische Niederlage war ein Grund, sondern auch Unstimmigkeiten unter den protestantischen Gruppen (Lutheranern I Calvinisten) und es gab protestantische Adlige, die sich den politischen Gegebenheiten schnell anpassten. Das hei√üt, wenn das eigene Gebiet wieder katholisch besetzt wurde, dann verhielt man sich ‚m√∂glichst neutral‘ gegen√ľber dem Kaiser. Die Protestanstische Union zerfiel 1621. Die Katholische Liga hielt weiter zusammen.

K√∂nig Christian IV. von D√§nemark war gleichzeitig Herzog von Schleswig und Holtstein und somit ein F√ľrst im Heiligen R√∂mischen Reich. Ihr kennt das Gebiet heute als Bundesland Schleswig-Holtstein. Der d√§nische K√∂nig lud England, die Niederlande, den abgesetzten Friedrich V. und F√ľrsten aus Niedersachen und Brandenburg ein, um die politische Lage nach der R√ľckeroberung von B√∂hmen und der Pfalz zu besprechen.

1621 fanden sich die protestantischen F√ľrsten unter der Leitung von K√∂nig Christian IV. in Segeberg zuammen.

Sein Ziel:

  • Die Schw√§chung der Katholischen Liga und damit auch Schw√§chung der Habsburger.
  • Eigene machtpolitische Interesen, um seine Macht bis nach Niedersachsen auszudehnen.

1625 trat König Christian IV. in den Krieg ein. Die Kämpfe fanden hauptsächlich auf niedersächsischen Gebiet statt.

die daenische und das niedersaechsische Wappen. Davor kreuzen sich zwei Schwerter, als Symbol f√ľr die kriegerische Auseinandersetzung.

Die f√ľnf Phasen des 30j√§hrigen Kriegs 1618-1648

Den 30j√§hrigen Krieg teilen wir in diesem Arbeitsheft in f√ľnf Phasen ein:

1.) Auslöser РPrager Fenstersturz I 23.05.1618
                         Böhmisch-Pfälzischer-Krieg I 1618-1623
2.) Dänisch-Niedersächsischer Krieg I 1623-1629
3.) Schwedischer Krieg I 1630-1635
4.) Schwedisch-Französischer Krieg I 1635-1648
5.) Friedensvertrag I Westfälischer Friede I 1648

Der Westfälische Friede

Der Westf√§lische Friede wurde nicht in ein paar Wochen ereicht, sondern die Verhandlungen dauerten vier bis f√ľnf Jahre. Dieser Friedesvertrag von 1648 erlangte Weltruhm und deshalb m√ľsst ihr heute alles √ľber den 30j√§hrigen Krieg lernen.

Die Herrschenden, die sich fast 30 Jahre lang f√ľr ihren Glauben und sp√§ter f√ľr ihren Machterhalt gek√§mpft hatten, erkannten um 1644I45, dass es so nicht weitergehen konnte. Ganze Landstriche waren Menschenleer, weil es einfach zu viele Tote gab. Krankheiten und Hungersnot beherrschte das Volk, sodass auch keine vern√ľnftige Landwirtschaft bzw. Handel mehr stattfinden konnte. Au√üerdem konnte man keine neuen Soldaten mehr verpflichten, weil es keine Menschen mehr gab. Zwischen 3-9 Millionen Menschen sollen get√∂tet worden sein Nach heutiger Forschung brauchten manche Gebiete 100 Jahre um sich wieder zu bev√∂lkern.

Die Herausforderung
Es mussten nun Kriegsparteien an einen Tisch gesetzt werden, die sich √ľber drei Jahrzehnte hinweg bek√§mpft hatten. Folgende Konflikte mussten befriedet werden:
1.) Frankreich I Schweden I Ferdinand III. (Sohn von Ferdinand II. und
nachfolgender Kaiser des Heiligen Römischen Reichs)
2.) Spanien I Niederlande
3.) Spanien I Frankreich
Insgesamt waren 178 der 194 Teilnehmer aus dem Reich vertreten, plus 16 weitere aus den Staaten wie Frankeich, Schweden, Spanien, Dänemark, Polen.

Eine Landkarte von NRW. Davor ist eine weisse Friedenstaube. Zwei Punkte zeigen, wo Muenster und Osnabrueck liegen.

FAQ РZum Dreißigjährigen Krieg

Wann war der Dreißigjährige Krieg?

Der Dreißigjährige Krieg fand von 1618-1648 statt.

Wie viele Todesopfer gab es im 30jährigen Krieg?

Nach Schätzungen lag die Zahl an Todesopfern bei ca. 3-9 Millionen Menschen.

Wo fand der Dreißigjährige Krieg statt?

Der Dreißigjährige Krieg fand auf den Gebieten des Heiligen Römischen Reichs statt.

Was war das Heilige Römische Reich?

Ihr m√ľsst euch merken, dass es ein K√∂nigreich Deutschland nie gab. Sondern das Heilige R√∂mische Reich deutscher Nation mit unz√§hligen K√∂nigreichen, Herzog- und F√ľrstent√ľmern. Als ‚Flickenteppich‘ oder ‚loser Staatenbund‘ wurden deshalb die Gebiete des heutigen Deutschlands oft bezeichnet. Die F√ľrsten w√§hlten zu dieser Zeit ihr gemeinsames Oberhaupt – den K√∂nig bzw. den Kaiser.

Die Kaiser zur Zeit des 30jährigen Krieges:
Ferdinand II. von Habsburg ab 1619-1637
Ferdinand III. von Habsburg (Sohn) 1637-1657

Deutschland, wie ihr es jetzt kennt, gibt es erst seit 1948!

Wie wurde der Dreißigjährige Krieg beendet?

Durch den Westf√§lischen Frieden 1648 in Osnabr√ľck und in M√ľnster.

Die Besonderheit des Westfälischen Friedens:
Die mittelalterliche Rangordnung erhielt während der Verhandlungen eine neue Bedeutung.
1.) Es waren keine Vertreter der Kirchen anwesend. Die Religionszugehörigkeit war
nicht mehr von Bedeutung.
2.) Die Anwesenden, die unterschiedliche Rangstellungen innerhalb des Adels
hatten, erhielten folgende formale Titel: Alle K√∂nige wurden als Majest√§t und alle anderen F√ľrsten mit Exzellenz
angeredet.

Diese diplomatische Feinheit brachte alle Parteien auf ‚Augenh√∂he‘, unabh√§nig von Reichtum, Macht oder milit√§rischer St√§rke des Landes. So etwas hatte es zuvor in der mittelalterlichen Welt nicht gegeben. Es ist diese ‚Gleichberechtigung‘ die diese Art und Weise der Verhandlungen (Methode) so besonders gemacht hat.
Diese Methode war so beispielhaft und grundlegend, dass f√ľr alle weiteren Verhandlungen zur Beseitigung von kriegerischen Konflikten in Zukunft diese Methode angewandt wurde.

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Klassenarbeit zum Dreißigjährigen Krieg

Die Arbeitsbl√§tter bzw. das Arbeitsheft bereitet die Sch√ľler:innen hervorragend auf die Klassenarbeit und Tests vor. Dank der einfachen Zusammenfassung sind die Sch√ľler der Klasse 7 und der Klasse 8 hervorragend auf die Klassenarbeit vorbereitet.

Dank den einzelnen Arbeitsbl√§ttern, die interaktive Aufgaben inkl. L√∂sungen beinhalten, k√∂nnen die Sch√ľler:innen ihr Wissen auch selbst √ľberpr√ľfen. Die interaktiven Aufgaben innerhalb der Arbeitsbl√§tter beinhalten z.B. L√ľckentexte, Wahr-/Falsch-Aussagen, Multiple Choice.

Der Drei√üigj√§hriger Krieg wird √ľberwiegend im Geschichtsunterricht bzw. in Geschichte der Klassen 7 oder der Klassen 8 behandelt.

Icon Klassenarbeit