Die Reformation

Die Reformation legte für das Europa von heute den politischen und gesellschaftlichen Grundstein. Sie ist das Resultat eines religiösen Gedankens, der von den Fürsten des Heiligen Römischen Reichs genzutzt wurde, um sich von der Bevormundung und der hohen Besteuerung der katholischen Kirche zu befreien.

In dem Playbook ‚Reformation‘ erleben die Schüler: innen mit der Geschichte Martin Luthers die Zeit der Reformation. Das Ziel ist es, die Reformation zu verstehen und historisch richtig einzuordnen.

Das Playbook ‚Reformation‘ wurde gemeinsam mit Geschichtslehrkräften entwickelt. Es ist ein Unterrichtsmaterial, das als PDF erstellt wurde. Der Aufbau ist wie folgt

1. Die Geschichte verstehen durch eine Geschichte im Video-Format,

2. anschließend sind die Lehrtexte und Aufgaben leichter zu verstehen und zu  lösen.

Ihre Schüler*innen können die Dialoge, Lehrtexte und Aufgaben direkt am PC, Notebook oder Tablet lösen.  Sie können die Seiten aber auch wie gewohnt, ausdrucken und kopieren.

Weitere Detailles entnehmen Sie bitte der Produktbeschreibung.

Deckblatt Reformation
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Kaufinformationen Playbook Reformation

Seitenzahl: 76

Klassenstufe: 7 – 8, Sekundarstufe I

Aufbau des Playbooks ‚Französische Revolution‘:

Inhaltlicher Aufbau:

  • Luthers Entscheidung für die Kirche
  • Luthers Leben als junger Mönch
  • Luthers Reise nach Rom
  • Luthers 95 Thesen
  • Die Prozesse in Worms
  • Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen
  • Im Exil auf der Wartburg
  • Die Bauernkriege, Thomas Müntzer
  • Der Schmalkaldische Bund
  • Die Confessio Augustana
  • Der Augsburger Religionsfrieden
  • Die heutige Kritik an Luther
  • Die Epoche der Renaissance, das Spätmittelalter

Strukturelle Informationen:

  • Jedes Kapitel startet mit Dialogen, die zusammenhängend eine Geschichte ergeben.
  • Nach den Videos folgen die Lehrtexte und die Aufgaben.
  • Die einzelnen Themenabschnitte innerhalb des Arbeitsheftes beginnen mit einem passenden Deckblatt.
  • Am jeden Themenabschnitts gibt es verschiedene Aufgaben, die mit Punkten belohnt werden. Die Punkte können bei den Lösungen eingesehen werden.
  • Die Punktzwischenstände werden vom PDF automatisch mitgezählt (oder manuell eingetragen)
  • Vorlesefunktion – alle Lerntexte können über einen QR-Code vorgelesen werden.
  • Wenn das Arbeitsheft durchgearbeitet ist, können Schüler:innen eine Urkunde erhalten.

Erhalten Sie einen ersten Eindruck durch Vorschaubilder ►►►

Schulformen: Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Oberschule, Gesamtschule

Produktart: Arbeitsbücher PDF mit Videos, Lehrtexten und integrierten Aufgabenstellungen und Lösungen

Lieferung: Per PDF-Download

Berechtigung & Copyright:

  • Das Arbeitsheft gilt für einen Lehrer*in
  • Das Arbeitsheft darf nicht öffentlich verteilt werden sondern darf nur im Rahmen des eigenen Unterrichts verwendet und weitergegeben werden.
  • Kauf einmalig

Technik:

  • Vorlesefunktion – Die Lehrtexte können durch QR-Codes vorgelesen werden.
  • Videos abspielen durch Verlinkungen oder QR-Codes-Scannung.
  • WLAN sollte vorhanden sein.

Datenschutz: Es werden zu keiner Zeit persönliche Daten erhoben.

FAQ zum Kauf des Playbooks

An wie viele Schüler darf ich die Playbooks verteilen?

Die Playbooks dürfen als Kopie- und Druckvorlage für Ihre Klasse genutzt werden. Sie können das Arbeitsbuch auch als PDF an ihre Schüler weitergeben.

Wie viele Lehrer dürfen die Playbooks benutzen?

Der Kauf stattet eine Lehrperson mit dem Nutzungsrecht aus. Die Arbeitsbücher dürfen nicht an Dritte (Kollegium) weitergegeben oder weiterverkauft werden.

Funktonieren die Playbooks auch ohne QR-Code-Nutzung?

Ja, der QR-Code dient als Vorlesefunktion. Man muss ihn nicht verwenden.

Ist der Kauf an ein Lizenzmodell gebunden?

Nein, der Kauf ist einmalig.

Martin Luther

Martin Luther war der Sohn von Hans und Magarete Luder und stammte auseiner bäuerlichen Familie. Das heißt, seine Familie gehörte nicht dem Adelsstand(zweiter Stand), sondern dem Volk (dritter Stand) an. Martin Luther wuchs in der Stadt Mansfeld auf. Das bedeutete, dass sein Vater es – trotz seines dritten Standes – zu Vermögen und Einfluss gebracht hatte. Der Vater hatte mit seinem Sohn große Pläne und so bekam Martin Luther ein sehr gute Schulausbildungund studierte 1501–1505 an der Universität in Erfurt.

Früher absolvierte man zuerst ein festgelegtes Grundstudium,
bevor man sichdazu entschied, Arzt, Anwalt oder Theologe zu werden. Es gab nicht so viele Studiengänge wie heute.
Das Grundstudium umfasste die sieben Künste, die schon aus der Antikebekannt waren: Grammatik, Rhetorik (die Kunst der Rede), Logik, Arithmetik,Musik, Geometrie, Astronomie und weitere philosophische Disziplinen wieMetaphysik, Physik, Naturwissenschaft, Ethik, die auf den Arbeiten desgriechischen Philosophen Aristoteles basierten.

 

ein portrait von Martin Luther

Die gesamte Antike (Ägypten, Rom, Athen) + Playbook als Bundle

Was ist die Reformation?

Die Reformation im 16. Jahrhundert war die Spaltung der römisch-katholischen Kirche in zwei Glaubensrichtungen. Die Reformation war ein Prozess, der damit anfing, dass Luther sich kritisch gegenüber den Zuständen in der Kirche äußerte (95 Thesen). Zentraler Mittelpunkt dieser Auseinandersetzung war der Gedanke, dass eine persönliche Beziehung ohne die Priesterschaft zu Gott erlaubt sei. Dieser Gedanke verbreitete sich zusätzlich durch Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Priester, die Luthers Ausführungen folgten, hielten ihre Gottedienste auf Deutsch statt auf Latein ab. So konnten die Gläubigen zum ersten Mal erfahren, was wirklich in der Bibel stand.

Die Gründung einer neuen Kirche war aber noch etwas anderem zu verdanken, als nur allein Luthers Thesen. Die Spaltung der Kirche nur allein auf die kirchlicheAuseinandersetzung zu schieben, wäre zu einfach gedacht.

Politik und Kirche waren im Mittelalter nicht voneinander zu trennen.
Die Herrschaft eines Königs oder Kaisers war von Gott gegeben und das bestätigte der Papst bis zur Reformation mit einer Kaiserkrönung. Der Papst bzw. die römisch-katholische Kirche stellte die geistige Macht auf Erden dar.
Die Kirche forderte die Auslieferung Luthers nach Rom und die Verbrennung seiner Schriften.
Doch deutschen Fürsten wie Friedrich dem Weisen (Kurfürst von Sachsen), dem Marktgraf von Brandenburg und weiteren widerstrebte die starke Macht der Kirche schon länger. Besonders die hohe Steuerlast an die Kirche beklagten die Fürsten. In Luthers religiöser Auseinandersetzung und seinem Widerstand, seine Thesen zu widerrufen, sahen sie politisch eine Chance, diesen christlichen freiheitlichen Gedanken zu nutzen, um sich vom Einfluss der katholischen Kirchezu entfernen.

 

 

Martin Luther beim Prozess gegen ihn in Worms 1521

Wo schlug Luther die 95 Thesen an?

Das Luther 95 Thesen an die Kirchentür in Wittenberg geschlagen haben soll, ist ein Mythos. Luther Gedanke, dass jeder Mensch eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen kann, bedrohte das katholische Glaubensmodell, denn in der katholischen Glaubenslehre ist die Priesterschaft dafür verantwortlich, dass der Gläubige gerecht vor Gott sein kann. Beispielsweise werden dem Gläubigen nur durch die Beichte die Sünden vergeben. Aber Luther behauptete, dass allein durch den Glauben des Menschen an Gott, dessen Sünden vergeben sind. Das würde der Tode Jesus am Kreuz und seine Auferstehung von den Toten beweisen.

Martin Luther wollte diesen Gedanken theologisch und wissenschaftlich mit anderen Kirchengelehrten diskutieren und lud zu einem öffentlichen Gespräch nach Heidelberg ein. Luther hatte nie vorgehabt die Kirche zu spalten, er wollte sie nur verbessern.

Was ist im Bauernkrieg passiert?

Die Bauernkriege 1524/25 waren Aufstände der Bauern, meist in Südeutschland und Tirol, die auch vom freiheitlichen Gedanken, dass jeder Mensch persönlich Gnade vor Gott finden konnte – ohne Priesterschaft – profitieren. Ihr Schlachtruf war: Wir fürchten nur Gott, sonst niemanden!

Die Bauern fühlten sich durch die Ständeordnung unterdrückt. Als Bauern gehörten sie naturgemäß dem dritten Stand an und hatten keine Rechte. Kein Recht auf Eigentum oder Selbstbestimmung.

Wer war Thomas Müntzer?

Thomas Müntzer war ein Landpfarrer, der sich zum Anführer der Bauern aufschwang und Aufstände gegen die Fürsten anzettelte. Er wollte Rechte für die Bauern erkämpfen, beispielsweise das Recht auf Eigentum.

Er glaubte auch, dass Luther sich auf die Seite der Bauern stellen würde, aber da hatte er sich geirrt. Luther erteilte ihm eine Absage, mit der Begründung, dass an der gottgewollten gesellschaftlichen Ordnung nicht gerüttelt werden durft. Also die Ständeordnung wurde in dieser Zeit als von Gott gewollt angesehen. Die Geburt entschied darüber, ob man im Leben Herr oder Diener war.

eine Statue von Martin Luther mit der Bibel in der Hand.

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Was hat Friedrich der Weise mit Luther zu tun?

Friedrich der Weise war Kurfürst von Sachsen und Luthers Förderer. So nannte man das, wenn ein Adliger einen Künstler oder begabten Studenten förderten. Friedrich der Weise hörte schon früh von dem begabten Theologen Luther und las gernen seine schriftlichen Abhandlungen zu religiösen Themen. Der Kurfürst ermöglichte es Luther seinen Doktortitel zu machen und er war es auch, der Luhter auf seiner Wartburg für zehn Monate versteckt hielt, weil Luthers Gegner ihm nach dem Leben trachteten.

Ein Bild von Friedrich dem Weisen von der kuenstlichen Intelligenz entwickelt.

Was war der Augsburger Religionsfrieden?

Der Augsburger Religionsfrieden wurde 1555 auf dem Reichstag in Augsburg zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. – in Vertretung seines Bruder Ferdinand I. – und den Kurfürsten des Heiligen Römischen Reichs beschlossen, die Luthers Glaubenslehre folgen wollten.

Dazu wurde ein Schriftstück die ‚Confession Augustana‘ – das Augsburger Bekenntnis – dem Kaiser vorgelegt. Es wurde von Luther und einem weiteren evangelischen Gelehrten Philip Melanchthon verfasst. Darin wurde die neue evangelische-lutherische Glaubenslehre und ihre praktische Umsetzung genau defininiert. Also, wie sollten evangelische Gottensdienste aussehen? Warum gab es keine Beichte mehr? Warum durften evangelische Priester heiraten?

Die Begründung aller Neuerungen basierten nach Luther auf dem Neuen Testament – dem Evangelium- was so viel heißt, wie gute Nachricht.

Die Fürsten und der Kaiser unterzeichneten also ein Abkommen, dass den Fürsten des Heiligen Römischen Reiches die Religionsfreiheit zusicherte. Das bedeutete, dass jeder Fürst entscheiden konnte, welche Religion auf seinem Gebiet ausgeübt wurde. So weit so gut, das hatte aber einen Haken: Wenn sich der Fürst entschied evangelisch zu werden, dann mussten alle seine Untertanten das auch werden. Wer nicht wollte, musste seine Heimat verlassen.

eine Burg bei Nacht, vor der Burg sind viele Ritter, die sich zur Schlacht bereit machen.

Der Schmalkaldische Bund 1531/33

Der Schmalkaldische Bund war ein Bündnis zwischen den Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches, die Luthers Glaubenslehre unterstützen und sich politisch von der katholischen Kirche befreien wollten. Unter der Führung von Johann der Beständige und dem Kurfürsten von Hessen schworen sich die Bündinspartner nicht eher Ruhe zu geben, bis die Reformation vollzogen war. Notfalls auch im Waffengewalt. Dem katholischen Kaiser Karl V. gelang es 1547/48 das Bündis mit Gewalt im Schmalkaldischen Krieg zu zerschlagen. Das Bündnis hatte sich selbst durch innere Streitigkeiten geschwächt. Diese Gelegenheit nutze der katholische Kaiser. Doch die Zerschlagung des Bündnisses sorgte nicht dafür, dass die Reformation gestoppt wurde. Dazu hatte sich die evangelische-lutherische Glaubenslehre schon zu weit verbreitet und wurde von vielen Fürsten im Reich auf ihrem Gebiet gedultet.

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