Kaiser Augustus

Kaiser Augustus, ursprĂĽnglich bekannt als Octavian, war der erste römische Kaiser und einer der Bedeutendsten. Er kam 27 v. Chr. an die Macht, nachdem er den BĂĽrgerkrieg gewonnen hatte, der nach der Ermordung seines Adoptivvaters Julius Caesar ausbrach. Augustus brachte Frieden und Stabilität in das Römische Reich, indem er die politische Struktur reformierte. Dieser Zeitraum ist als Pax Romana bekannt. Augustus war auch ein groĂźer Förderer der KĂĽnste und der Architektur. Seine Herrschaft markiert den Beginn des Römischen Kaiserreichs und endete mit seinem Tod im Jahr 14 n. Chr. Augustus‘ Einfluss war so groĂź, dass er sogar den Monat August nach sich benannte!

Ein Profilbild von Kaiser Augustus.

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Kaiser Augustus Steckbrief

Dieser kurze Steckbrief informiert dich ĂĽber diesen berĂĽhmten Kaiser Roms.

Wer war Kaiser Augustus?

Kaiser Augustus, geboren als Gaius Octavius, ist eine Schlüsselfigur in der römischen Geschichte. Er war der erste Römische Kaiser und regierte von 27 v.Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 14 n.Chr.

Augustus ist bekannt für seine Neugestaltung des römischen Systems, indem er eine stabile Monarchie errichtete, die als Prinzipat bekannt ist. Er führte eine Zeit des Friedens und der Prosperität ein, bekannt als Pax Romana.

Unter seiner Herrschaft blühten Kunst und Literatur auf, und Rom wurde in eine Stadt aus Marmor verwandelt. Seine Regierungszeit markiert den Beginn des Römischen Reiches.

Augustus war ein geschickter Diplomat. Die folgenden Strategien ließen nach außen hin eine Republik erscheinen und waren nach innen gerichtet eine Verfassung mit einem Princeps. Das bedeutet, erster Bürger des Staates. 27 v. Chr. verzichtete Octavian (Kaiser Augustus) auf eine Diktatur und wollte dem Senat die politische Macht überlassen. Octavian war der Neffe von Julius Cäsar, deshalb erbte Octavian Cäsars Titel und Besitz. Das nannte man auch testamentarisches Erbe. Bis er allerdings Kaiser werden sollte, dauerte es noch eine Weile.

Wann ist Kaiser Augustus geboren?

63 v. Chr. bis 14. n. Chr. Er wurde 76 Jahre alt.

Die Ehefrauen von Kaiser Augustus

  • Clodia oder Claudia war die erste Ehefrau des Kaiser Augustus.
  • Scribonia war die zweite Ehefrau von Kaiser Augustus.
  • Livia Drusilla, meist nur kurz Livia genannt, war die langjährige dritte Ehefrau des römischen Kaisers Augustus. Nach dessen Tod wurde sie Iulia Augusta genannt und trug als erste Römerin den kaiserlichen Titel Augusta. Von ihrem Enkel Kaiser Claudius wurde sie 42. n. Chr. nach ihrem Tod zur Göttin erhöht.

 

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Wann hat Kaiser Augustus regiert?

Kaiser Augustus regierte als geschickter Diplomat von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. Die folgenden Strategien lieĂźen nach auĂźen hin eine Republik erscheinen und waren nach innen gerichtet eine Verfassung mit einem Princeps.

 

  • 27 v. Chr. gab Augustus dem Senat und dem Volk die politische MachtausĂĽbung zurĂĽck und setzte sich bis 23 v. Chr. als jährlichen Konsul ein. Später brauchte diese formelle Wahl nicht mehr stattzufinden, da Augustus Herrschaft gefestigt war. Der Senat erhielt das Recht auf Gesetzesinitiativen, Kontrolle der Ă„mter und die Einberufung des Senats zurĂĽck. Nur das Amt des Konsuls erhielt Augustus auf Lebenszeit. Es gab jetzt keine zwei Konsuln mehr.
  • Die nicht friedlichen Provinzen, vor allem am Rande des Reichs, standen fĂĽr zehn Jahre unter der Herrschaft von Augustus und die friedlichen Provinzen wurden unter den Senatoren verlost. Sie erhielten genaue Aufgaben fĂĽr ihre Provinzen. So konnte Augustus als militärischer AnfĂĽhrer glänzen und kein anderer machte ihm auf einem Nebenkriegsschauplatz Konkurrenz.
  • Augustus wurde zusätzlich Volkstribun auf Lebenszeit. der ein Veto-Recht besaĂź. Er verstand sich als Schutzpatron des Volks.
  • Augustus behielt sich das Recht vor. die Männer fĂĽr die Beamtenlaufbahn vorzuschlagen. Es wird wohl darauf hinausgelaufen sein, dass niemand Beamter geworden wäre, wenn es Augustus nicht gutgeheiĂźen hätte. Allerdings wurde dieses Vorgehen vor der Ă–ffentlichkeit verborgen.

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Die kaiserliche Verwaltung

Kaiserliche Beamte ĂĽbernahmen sechs Hauptaufgaben und sicherten damit die politische Ordnung:

  1. Die Verwaltung des Heeres in den Provinzen.
  2. Die Verwaltung aller Provinzen.
  3. Die Verwaltung sämtlicher Staatsgelder (Steuern, Zölle und Einnahmen der kaiserlichen Besitzungen): Eine Art kontrolliertes staatliches Finanzwesen ent­stand. Zuvor hatten sich oft private Steuereintreiber selbst bereichert.
  4. Es gab eine öffentliche Wohlfahrt, die sich um die Armen kümmerte. Zum Beispiel wurde regelmäßig Essen an die arme Bevölkerung verteilt. Weitere Auf­gaben waren die Sicherung der Wasserverteilung, die Aufsicht über Bauten und die Altersversorgung der Veteranen.
  5. Die Beamten halfen dem Herrscher, alle seine Pflichten wahrzunehmen. So soll ein richtiges BĂĽro mit RechnungsbĂĽchern und Schreibern existiert haben.
  6. Verwaltung des Rechts: Ein Edikt erließ ein Recht, ein Dekret erfasste alle Urteile, Mandate bezogen sich auf die Amtstätigkeit eines Beamten. Der Kaiser war oberster Gerichtsherr und konnte immer sein Veto einlegen. Statthalter und Feldherren in den Provinzen konnten somit nicht selbstherrlich herrschen, son­dern sie hatten sich an das Recht zu halten.

Wie ist der römische Kaiser Augustus gestorben?

Kaiser Augustus starb nicht gewaltsam, sondern durch eine Krankheit im Alter von ca. 75 / 76 Jahren. Die genaue Todesursache ist unbekannt. Augustus’ Leiche wurde auf dem Marsfeld in Rom verbrannt und die Asche in dem prachtvollen Augustusmausoleum beigesetzt, das der Kaiser dort für sich und seine Familie hatte errichten lassen.

Kaiser Augustus als Bleistiftzeichnung.

Während seiner Herrschaft erlebte Rom eine Zeit des Friedens und des Wohlstands

Roms Gesellschaft war hierarchisch aufgebaut. Das Ziel der rangniederen Klassen war gesellschaftlich aufzusteigen oder sich abzugrenzen, wenn ein Aufstieg nicht möglich war. Dieses Verhalten war nicht bewusst politisch gewollt, sondern es hatte sich aufgrund einer langen Tradition und durch den Glauben an eine göttliche Ordnung entwickelt. Im kaiserlichen Rom konnte man die sozialen Klassen an Äußerlichkeiten erkennen, die auch nur von den jeweiligen Klassen getragen werden
durften. Zum Beispiel ließ sich ein Senator an seiner Kleidung oder daran erkennen, dass er Transportmittel (Sänfte, Wagen) besaß. Augustus förderte bewusst diese äußerlichen Unterschiede. In seinen Augen halfen sie, den Menschen ein Ordnungssystem vorzuleben, und sie wissen zu lassen, wo ihr Platz auf dieser Welt war. Landes- und Hochverrat wurden unter Strafe gestellt. Dabei handelte es sich um Ungehorsam gegenüber den Beamten, Veruntreuung von Staatsaufgaben durch Beamte und Widerstand gegen den Kaiser. Für Augustus bestand immer noch eine Bedrohung durch die Provinzen, denn es gab noch starke persönliche Bande zwischen ehemaligen Feldherren/Statthaltern und ihren Untertanen in den Provinzen. Um die Kontakte zu beschränken, verfügte er deshalb, dass die Senatoren keine außerdienstlichen Reisen in die Provinzen unternehmen durften, es sein denn, er hatte es genehmigt.
Ihr mĂĽsst euch bewusst machen, dass es keine Medien, wie Telefon, SMS, Internet oder WhatsApp gab. Man schrieb Briefe, die Tage oder Wochen brauchten, bis sie in den weit abgelegenen Provinzen ankamen. Auch eine Reise dorthin konnte Wochen dauern.

 

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War Augustus ein guter Kaiser?

Augustus beurteilt man zu seiner Zeit als  guten Kaiser. Augustus führte Reformen durch und sorgte für eine stabile Regierung

Augustus war ein geschickter Diplomat. Die folgenden Strategien lieĂźen nach auĂźen hin eine Republik erscheinen und war nach innen gerichtet eine Verfassung mit einem Princeps.

1.) 27. v. Chr. gab Kaiser Augustus dem Senat und dem Volk die politische Machtausübung zurück und setzte sich bis 23 v. Chr. als jährlicher Konsul ein. Später brauchte diese Wahl nicht mehr stattfinden, da seine
Herrschaft als gefestigt galt. Der Senat erhielt das Recht Gesetze zu entwerfen und vorzulegen, die Kontrolle ĂĽber die Ă„mter und das Recht, den Senat einzuberufen, zurĂĽck. Nur das Amt als Konsul erhielt Kaiser Augustus auf Lebenszeit. Es gab jetzt keine zwei Konsuln mehr.

2.) Die nicht friedlichen Provinzen, vor allem am Rande des Römischen Reichs, standen für zehn Jahren unter der persönlichen Herrschaft des Kaisers und nicht eines Statthalters. Die friedlichen Provinzen wurden
unter den Senatoren ausgelost. Sie erhielten genauer Anweisungen (Aufgaben) für ihre Provinzen. So konnte Augustus als militärischer Anführer unangetastet bleiben und es wurden keineNebenkriegsschauplätze aufgemacht.

3.) Kaiser Augustus wurde auch Volkstribun auf Lebenszeit, der ein Veto-Recht im Senat hatte. Er verstand sich als Schutzpatron des Volkes, hatte aber so jederzeit die Kontrolle ĂĽber die GesetzentwĂĽrfe.

4.) Kaiser Augustus behielt sich das Recht vor, Männer für die Beamtenlaufbahn vorzuschlagen. Es wird wohl so gewesen sein, dass niemand Beamte geworden wäre, wenn er es nicht gutgeheißen hätte.
Allerdings wurde dieses Vorgehen vor der Ă–ffentlichkeit geschickt verborgen.

 

Was hat Augustus mit der biblischen Weihnachtsgeschichte zu tun?

Augustus gilt als der Kaiser, der in der biblischen Weihnachtsgeschichte beschrieben steht.

Es begab sich aber zur der Zeit, dass ein Gebot von Kaiser Augustus ausging, dass jedermann sich schätzen lieĂźe …(Bibel LK 2, 30-32)

Kaiser Augustus Jesus

Kaiser Augustus ist eine historisch belegbare Persönlichkeit, die in der Zeit als Jesus gelebt und gepredigt hat, regiert hat.

Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe. Die Zeichnung ist cartoonartig.

Nachfolger von Kaiser Augustus

Nachfolger von Kaiser Augustus war Kaiser Tiberius und regierte von 14 n. Chr. bis 37 n.Chr. Er war der Stiefsohn von Kaiser Augustus und somit der zweite Kaiser des Römischen Reiches und gehört wie dieser der julisch-claudischen Dynastie an. Seine Regierungszeit war eine der längsten Alleinherrschaften eines römischen Kaisers.

Ein Profilbild von Tiberius Gracchus.

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