Reformation im Geschichtsunterricht

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Wann lebte Martin Luther?

Martin Luther lebte von 1458 – 1530 in einer Zeit großer religiöser Frömmigkeit.

Martin Luther war ein Mönch, Pfarrer und studierter Theologe, der mit seinen Behauptungen (Thesen) die römisch-katholische Kirche spaltete. Dabei lag es nicht in seiner Absicht die Kirche zu spalten, aber er machte auf Umstände innerhalb der Kirche aufmerksam, die er als gläubiger Christ als untragbar empfand.

Wer war denn dieser Mann, der sich erlaubte, die Kirche mit seinen Thesen herauszufordern?

Martin Luther war der Sohn von Hans und Magarete Luder und stammte aus einer bäuerlichen Familie. Das heißt, seine Familie gehörte nicht dem Adelsstand (zweiter Stand), sondern dem Volk (dritter Stand) an. Martin Luther wuchs in der Stadt Mansfeld auf. Das bedeutete, dass sein Vater es – trotz seines dritten Standes – zu Vermögen und Einfluss gebracht hatte. Der Vater hatte mit seinem Sohn große Pläne und so bekam Martin Luther ein sehr gute Schulausbildung und studierte 1501-1505 an der Universität in Erfurt.

Früher absolvierte man zuerst ein festgelegtes Grundstudium, bevor man sich dazu entschied Arzt, Anwalt oder Theologe zu werden. Es gab nicht so viele Studiengänge wie heute.

Das Grundstudium umfasste die sieben Künste, die schon aus der Antike bekannt waren: Grammatik, Rhetorik (die Kunst der Rede), Logik, Arithmetik, Musik, Geometrie, Astronomie und weitere philosophische Disziplinen, wie Metaphysik, Physik, Naturwissenschaft, Ethik, die auf den Arbeiten des griechischen Philosophen Aristoteles basierten.

Das Bild zeigt Martin Luther.

Was war der Ablaßhandel?

Martin Luther missfiel der Ablaßhandel. Die Gläubigen kauften teuer ‚Urkunden (Abläße)‘ bei den Priestern ein, um die Seele des Verstorbenen aus der Hölle zu retten. Es gibt in der katholischen Kirche das Sakrament der Buße. Das bedeutet, der Mensch kann nur durch die Beichte seiner Sünden vor einem Priester erlöst werden und damit Gnade vor Gott finden. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, der später auch Grundlage für Luthers 95 Thesen werden sollte.

 

Johannes Gutenberg?

Johannes Gutenberg lebte von 1400 – 1468 und ihm ist es zu verdanken, dass Informationen im Mittelatler ‚viral’gingen.

Johannes Gutenberg hatte etwas von so großer Bedeutung für die moderne Gesellschaft erfunden wie heutzutage Eon Musk mit Paypal. Und zwar den Buchdruck. Was ist an einem Buch so faszinierend?

Heutzutage ist das ‚Wissen der Welt‘ nur ein Mausklick oder ein Youtube-Video entfernt. Für die Menschen von damals war der Buchdruck ein Meilenstein. Weil sich Nachrichten zum ersten Mal schnell verbreiten ließen. Die Nachrichten gingen ‚viral‘. Vorher hatten Schreiber – meist Mönche oder Nonnen – mühsam jedes Buch, Seite für Seite von Hand abschreiben müssen, um eine Kopie anzufertigen. Das kostete auch ziemlich viel Geld. Ihr könnt euch vorstellen, das somit wichtige Nachrichten oder Texte nur in ganz kleinen Umfang zugänglich waren. Johannes Gutenberg erfand die Buchdruckmaschine. Einzelne Buchstaben wurden in einem Setzkasten zu Wörtern und ganzen Sätzen zusammengesetzt. Wenn der Text fertig gesetzt war, färbte man die Setzkästen mit Druckerschwärze ein, legte ein Stück Papier darüber und fuhr mit einer Walze drüber. Der Text wurde so auf das Papier gedruckt.

 

Das Bild zeigt einen Setzkasten mit Buchstabenlettern.
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